Unternehmensgruppe Kreuznacher Stadtwerke tauscht alte Zähler gegen moderne Messeinrichtungen

Gernot Peitz, Mitarbeiter Metering, beim Einbau des Gateway.

Bereits seit 2017 tauscht die Unternehmensgruppe Kreuznacher Stadtwerke bei Stromkunden die alten Zähler gegen moderne Messeinrichtungen, kurz mME, aus. Diese haben eine digitale Anzeige, welche nicht nur den Gesamtverbrauch abbildet, sondern auch den Stromverbrauch der letzten 24 Stunden sowie die aktuelle Leistung. Die modernen Messeinrichtungen geben damit einen detaillierten Überblick vergangener und aktueller Verbrauchsdaten und ermöglichen es, den eigenen Verbrauch zu steuern und Energie zu sparen. „Wir sorgen für Bad Kreuznach. Daher unterstützt die Unternehmensgruppe seit Jahren die Entwicklung zur regenerativen Energieerzeugung“, sagt Christoph Nath, Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke. „Um den Verbrauch und die Produktion von Wind- und Sonnenenergie noch besser zu integrieren, braucht es moderne Zähler, die Verbrauchsdaten in Echtzeit liefern“.

Da die modernen Messeeinrichtungen den Verbrauch digital anzeigen, aber nicht weiterleiten, werden die Zählerstände weiterhin abgelesen. Ergänzt man die modernen Messeinrichtungen mit einem sogenannten Gateway, spricht man von intelligenten Messsystemen (iMSys), oder auch Smart Meter. Das Gateway ist ein hochsicheres Kommunikationsmodul und sendet automatisch Verbrauchsdaten an den Versorger. „Grundsätzlich werden ausschließlich nur Verbrauchsdaten gemeldet. Zudem sind alle Daten verschlüsselt, die Zähler vor unbefugtem Zugriff geschützt“, erklärt Christian Schneider, Gruppenleiter Messwesen, der den Einbau begleitet. Alle Haushalte mit einem Verbrauch über 6.000 Kilowattstunden (kWs) pro Jahr, sowie Erzeugungsanlagen größer 7 kWp erhalten ein intelligentes Messsystem, während bei allen, die darunter liegen, die modernen Messeinrichtungen eingebaut werden. Praktisch an dieser Umstellung: Letztere können bei Bedarf mit einem Gateway nachgerüstet werden.

Die Unternehmensgruppe stattet seit Beginn 2.500 Kunden pro Jahr mit den modernen Messeinrichtungen aus und plant pro Jahr den Einbau von 300 Smart Metern. Die Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten vorab mit einem Schreiben detaillierte Informationen und einen Termin zum Tausch mit genug Vorlauf. Die Zählerkosten können beim Lieferanten angefragt werden.